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Insel (Mai 2026)

Frankfurt auf den zweiten Blick

Fast eine Liebeserklärung

Frankfurt auf den zweiten Blick

Dass Frankfurt voller Merkwürdigkeiten steckt, hat der Frankfurter Goethe schon festgestellt. Daran hat sich nichts geändert, man muss sie nur entdecken. Ein leerstehendes Häuschen in bester Stadtlage, aus dessen Fenstern Gardinen wehen, niemand weiß, wer darin gelebt haben mag. Kleine Kunstwerke an unscheinbaren Ecken, keiner kennt die Künstlerinnen oder Künstler. Ein geheimnisvoller Garten an der Mauer der Justizvollzugsanstalt, ein Hühnerhof mitten in der Stadt. Gemalte Tiere auf Hauswänden, die abgerissenen Frakturbuchstaben des einst stolzen Gebäudes der FAZ … Eva Demski hat sich mit Smartphone und Neugier auf Bildersuche in der scheinbar vertrauten Stadt gemacht und bei jeder Erkundung Merkwürdiges gefunden, Vergessenes, Übersehenes, aber auch fröhlich Lebendiges wie die dicke graue Katze, der eine ganze Straße gehört. Oder die unvermuteten Prächtigkeiten im Sperrmüll.
     Einunddreißig Fundstücke und Geschichten können Anregung sein, eine Stadt mit neuen Augen zu sehen.

Pressetext des Verlags

Es zählt zu den kuriosen Früchten von Wissenschaft, wenn das anarchistische Zufallsprinzip von einem Regelsystem unterfüttert wird. Es heißt Serendipität, ist eine Art Lehre von der unerwarteten Entdeckung und kann als Analyse von Eva Demskis einzelnen Schritten auf den Gängen durch Frankfurt gelesen werden. Der erste Schritt liegt in unerschütterlicher Neugier, in der Grundannahme, das vermeintlich Altbekannte eben nicht bis zum Überdruss zu kennen, vielleicht die Voraussetzung für Fast eine Liebeserklärung. Der zweite in der Fähigkeit, Abweichungen vom Gewohnten zu erkennen, das überraschende Details wahrzunehmen und zu begrüßen. Der dritte ist, es festhalten und es im vierten Schritt so reflektieren zu können, dass es als Mosaikstein im neuen Gesamtbild taugt.
     So kompliziert muss man es nicht machen. Unter den kursierenden Begriffen trifft das Gaston Bachelard zugeschriebene »trouver sans cherchers« die Praxis von Eva Demski sehr genau. Doch Demski und ihre Stadt kämen für die kleinen »Phantasmagorien des Raumes, denen sich der Flaneur ergibt« in Frankfurt auf den zweiten Blick auch gut ohne große Theoreme aus.

aus dem Nachwort von Wolfgang Schopf

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Stoltze-Preis 2024 für Eva Demski

Eva Demski erhält Stoltze-Preis im Frankfurter Römer

Foto: mk © 2024

Am 21. November 2024 wurde Eva Demski der Friedrich-Stoltze-Preis bei einem Festakt im Frankfurter Römer verliehen.

Insel (September 2024)

Plunderkammer

Plunderkammer

Mit Illustrationen von Nicolas Mahler

»Sie waren nicht mehr zu überhören gewesen, meine Sachen, meine ganz alltäglichen, unscheinbaren Besitztümer. Sie wollten Erzählungen haben, jedes einzelne Ding.«

Eva Demski

Ein Paar kaputte Flipflops, die viele Jahre ihre Dienste getan hatten; die Lupe aus der Erbschaft eines reichen Dichters; ein hässlicher Teakholzküchenlöffel, seit Jahren unbenutzt; eine alte Taschenuhr aus Familienbesitz; ein abgeliebter kleiner Plüschlöwe…

Vergessen und scheinbar nutzlos liegen sie irgendwo in der hintersten Ecke des Schranks – doch Eva Demski lässt dieses »Museum der kleinen Dinge« lebendig werden, erzählt die Geschichten und Geheimnisse, die sich daran knüpfen, und unternimmt so eine Zeitreise der besonderen Art.

Pressetext des Verlags

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Lyrik für die Katz

Fanny · Tino

Eva Demski

Eva Demski

Foto: Isolde Ohlbaum © 2021 · alle Rechte vorbehalten